Gottesdienst mit Weihbischof Ludger Schepers
Mit einer Freiluftmesse mit Weihbischof Ludger Schepers hat das St.-Hildegardis-Gymnasium im Duisburger Dellviertel am Freitag, 18. September 2026, seinen neuen Schulhof eingeweiht. Zusammen mit dem vor einem Jahr eröffneten Sportplatz bietet der neue „Wohlfühlort“ Schülerinnen und Schülern viel Freiraum für Spiel, Sport und Lernen – und wurde schneller und günstiger fertig als geplant.
„Ein Hoch auf uns, auf unseren Schulhof!“ – mit einer leicht abgewandelten Fassung von Andreas Bouranis Party-Hit „Auf uns“ hat die Schulgemeinde des Bischöflichen St.-Hildegardis-Gymnasiums in Duisburg am Freitagmittag, 18. September 2026, lautstark die Einweihung ihres neuen Schulhofs gefeiert. Knapp ein Jahr nach Eröffnung des neuen Sportplatzes ist nun auch der direkt damit verbundene Pausenhof fertig. Alles in allem sei so „ein echter Wohlfühlort“ entstanden, wie beim Festakt und dem anschließenden Schulfest mehrfach zu hören war, ein Freiraum für Spiel, Sport und Lernen.
Schulhof und Sportplatz sind – ungewöhnlich genug für ein öffentliches Bauprojekt – schneller und günstiger fertig geworden als geplant. Statt ursprünglich kalkulierter 1,3 Millionen Euro und einer dreijährigen Bauzeit konnte die Bauabteilung des Bistums Essen das Projekt bereits in zwei Jahren – überwiegend in den Ferien – für insgesamt 1,1 Millionen Euro fertigstellen. Dieses Geld sei eine hervorragend angelegte Investition in die Zukunft, sagte Duisburgs Erste Bürgermeisterin Edeltraud Klabuhn (SPD), die sich im Namen der Stadt für das Engagement des Bistums am St.-Hildegardis-Gymnasium bedankte.
Schatten spendende Bäume und ein neues Klettergerüst für die Jüngsten
Für das Gymnasium im eng bebauten Dellviertel ist mit dem Umbau ein abwechslungsreicher Innenhof entstanden, auf dem die alten, Schatten spendenden Laubbäume ebenso ihren Platz gefunden haben wie ein großes neues Klettergerüst, das der Förderverein der Schule maßgeblich finanziert hat. „Das Klettergerüst hat sich insbesondere unsere SV für die jüngeren Schülerinnen und Schüler gewünscht“, erläutert Schulleiterin Sabine Kretschmann-Dulisch. Das Spielgerät aus massiven Holzstämmen sei ein Beispiel für die vielen Ideen, die aus der Schulgemeinde in die Planung mit der Bistums-Architektin Ana-Maria Escoz Corbacho und dem Duisburger Landschaftsarchitekten Thomas Schmidt eingeflossen sind.
Einmal quer über Schulhof und Sportplatz zieht sich nun eine lange Laufbahn. Diese Tartanbahn eignet sich nicht nur für schnelle Sprints, sondern dank der Sandgrube am Ende auch für den Weitsprung. Beim Schulfest bot sie jedoch erst einmal Platz für den Hobby-Horsing-Hindernisparcours. Links und rechts der Bahn sind viele neue Sitzgelegenheiten entstanden – je nach Vorliebe direkt auf den grauen Betonmäuerchen oder auf den alle paar Meter eingelassenen Gittern. Die seien nicht nur wärmer, urteilten zwei Oberstufenschülerinnen, sondern trockneten nach Regen auch deutlich schneller als der Stein. Kretschmann-Dulisch machte deutlich, dass der Schulhof nicht nur ein Ort für Pausen und Freistunden sei, sondern auch ein Lernort für Unterricht im Freien.
„Für mich ist der Schulhof vielleicht der wichtigste Ort der Schule“
Eingeweiht wurde der Schulhof mit einer Messe unter freiem Himmel mit Weihbischof Ludger Schepers, die Schulseelsorgerin Sophia Kita vorbereitet hatte. Schepers ermunterte die Schülerinnen und Schüler „zu lernen, die Welt und eure eigenen Talente zu entdecken.“ Dazu gehöre auch zu erkennen, dass eine gute Schule und ein nagelneuer Schulhof in dieser Welt keineswegs selbstverständlich sind. Darüber diskutierten die Kinder und Jugendlichen im Predigtgespräch. „Für mich ist der Schulhof vielleicht der wichtigste Ort der Schule“, sagte eine Jugendliche, „weil ich dort meine Freundinnen und Freunde treffe und den Kopf frei bekomme“.
Nach Gottesdienst und Festreden musste der neue Schulhof seine erste Feuertaufe bestehen: Beim Schulfest gab es Bobbycar-Rennen, Riesen-Seifenblasen, Dart, Steinebemalen und vielen weiteren Aktionen. Wenn am Montag der reguläre Schulbetrieb weitergeht, wird in den kommenden Wochen rund um den Schulhof noch weitergearbeitet: Um möglichst viel Natur in die dichte Großstadtbebauung zu bekommen, stehen im Herbst unter anderem weitere Pflanzungen an.
Jetzt soll die Eingangshalle saniert werden
Von Bauarbeiten hat das St.-Hildegardis-Gymnasium zudem offenbar noch nicht genug. Noch während der Eröffnungsfeier für Schulhof und Sportplatz war bereits vom nächsten Projekt die Rede: Nach sanierten Toiletten, Fachräumen, dem hauseigenen Schwimmbad und dem neuen Schulhof steht für die Schule nun die Eingangs- und Pausenhalle auf der Agenda. Der Förderverein sammelt bereits Spenden. „Dann soll auch dort ein echter Wohlfühlort entstehen“, so Schulleiterin Kretschmann-Dulisch.
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Fotos hier: Nicole Cronauge | Bistum Essen